Interner Bereich
25. April 2022

Klimateam-Qualifizierung 2022

Koppelsberg, 24.-28.03.2022

Nach zwei Jahren, in denen wir keine Qualifizierung in Präsenz durchgeführt haben, war es nun endlich wieder soweit...

Die Klimateam-Qualifizierung startete am 24.03. auf dem Gelände des Koppelsberges in Plön mit einem gemeinsamen Mittagessen der teilnehmenden haupt- und ehrenamtlichen Klimateamer*innen. Coronabedingt wurde die Veranstaltung vom ursprünglichen Veranstaltungsort in Heidkate in die Jugend-, Freizeit-und Bildungsstätte auf dem Koppelsberg verlegt.

Nach dem Mittagessen lernten alle Teilnehmenden sich in einer kurzen Kennerlernrunde ein wenig besser kennen, um dann in die inhaltliche Arbeit zu den Themen „Bewusstes Leben“ und „Nachhaltigkeit“ einzusteigen. Hannes Mühlens von Brot für die Welt führte hierzu eine Übung zum CO2-Fußabdruck und das Weltspiel durch. Auch wenn die Gruppe, die an der diesjährigen Qualifizierung teilnahm, wegen einiger kurzfristiger Abmeldungen etwas reduziert war, hielt Hannes positiv fest: „Die Gruppe hatte eine besondere Atmosphäre, die Raum für guten Austausch bot!“
 

Eine junge Frau steht barfuß auf dem Rasen und schaut sich ausgedruckte Fußabdrücke auf dem Boden an. Im Hintergrund unterhalten sich zwei weitere Menschen.
Ein Mann sitzt auf dem Rasen und hält ausgedruckte Fußabdrücke voller Informationen vor seine eigenen Füße.
Vier junge Menschen sitzen auf einer großen Landkarte, die auf dem Rasen ausgebreitet ist. Einer von ihnen scheint etwas zu erklären.

Nach dem Abendessen wurden alle Anwesenden in einem von Bastian Hagmaier angeleitetem Escape Game in die Lösung eines Falls von illegaler Müllentsorgung eingebunden. Mit viel Spaß und guter detektivischer Zusammenarbeit wurde der Fall gelöst und der Ansatz reflektiert.

Am Freitag den 25.03. kam die Gruppe nach dem Frühstück im Seminarraum des Haupthauses zusammen, um sich über Aufgaben der Teamer*innen und die Rollenverteilung während eines KlimaSail-Törns auszutauschen. Hierbei profitierten neue Teamende von den Erfahrungen erfahrener Teamer*innen. Bei Sonnenschein und Temperaturen um die 15°C begab sich die Gruppe am Nachmittag auf den Weg nach Laboe, um sich in der Meeresbiologischen Station dem Lebensraum Ostsee zu widmen. An dieser Stelle ein großer Dank, dass wir zu Gast sein durften! Nach einem interessanten und umfangreichen Vortrag (in der noch recht kalten Forschungsstation) erläuterte Henry im Hafen von Laboe den Umgang mit dem Bodengreifer und weiteren meeresbiologischen Instrumenten und Materialien.

Am Freitagabend fand ein aus aktuellem, traurigen Anlass ein erster Austausch mit den Veranstaltungsteilnehmer*innen zum Ukrainekrieg statt. Zur Vorbereitung auf einen späteren Austausch mit der Referentin für Friedensbildung, Julika Koch, wurden Leitfragen ausgearbeitet.

Der Samstagmorgen startete mit einer kurzen Feedbackeinheit durch Martin und ging über in eine Powerpoint-Präsentation zum Thema „Sensibilisierung für schwierige Situationen“. Hierbei ging Martin verstärkt auf das Thema „Prävention sexualisierter Gewalt“ ein. Zudem fand ein Austausch über den Umgang mit Unfällen oder Verletzungen an Bord eines Schiffes oder beim Landaufenthalt statt. Der Bordvertrag, ein hilfreiches Mittel zur gelingenden Kommunikation, rundete die Arbeit am Vormittag ab.

Bei strahlendem Sonnenschein leitete Bastian Übungen zu den Themen „Natur und Meer entdecken“ und „Klimawandel und Klimagerechtigkeit“ an. Ergänzt wurden die Übungen durch Energizer und Kommunikationsübungen. Nach dem Abendessen stieß Julika Koch zur Gruppe und thematisierte ausführlich und sensibel den Krieg in der Ukraine.

Es sind fünf Menschen zu sehen, die lachen und ein Bewegungsspiel spielen.
Drei Menschen stehen knietief im Wasser und schauen in die Weite. Auf ihren T-Shirts ist das KlimaSail-Logo.

Am Sonntagvormittag wurde der Krieg in der Ukraine noch einmal in einer Andacht von Pastor Achim Strehlke in der Kapelle auf dem Koppelsberg bedacht.

Henry Brach erläuterte am Sonntagnachmittag den Umgang der Jungen Nordkirche mit dem Thema „Klima und Klimawandel“. Angeleitet durch Henry und Bastian erarbeiteten die Klimateamer*innen eine Einheit zu „Globalen Krisen und dem Umgang damit,“ die sowohl zu Wasser als auch an Land durchführbar sein soll. Im Anschluss wurde der Methodenkoffer durch Übungen zur Reflexion und Feedback ergänzt. Henry Brach resümierte zum Ende der Veranstaltung: „In der Abschlussrunde blieben keine Fragen offen!“

Ein gemeinsamer Abend mit Spiel und Musik rundete den Sonntag ab, bevor alle Anwesenden die Nachtruhe auf dem Koppelsberg genossen.

Am Montagmorgen (28.03.) reisten die Teilnehmer*innen glücklich und gestärkt für zukünftige KlimaSail-Törns und voller Vorfreude auf ein baldiges Wiedersehen auf dem Wasser und/ oder an Land wieder ab.