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Klimatalk in Greifswald

16.07.2018

Zu den Landaktionen der KlimaSail 2018 gehört der „Klimatalk - Jugend trifft Politik“. Wie bereits in Flensburg, Kiel und Rostock, waren am Wochenende im Greifswalder Hafen Wiek Vertreter aus der Politik zum Gespräch mit den KlimaSail-Teilnehmenden gekommen.

Foto: Beim Klimatalk waren beteiligt (von links): Hans-Joachim Schreiber vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, Abteilungsleiter Entwicklung, Forsten und Naturschutz. Marius Rommel von der Universität Oldenburg, Nachhaltigkeitsökonom. Dr. Stefan Fassbinder, Oberbürgermeister der Stadt Greifswald.

 „Um den Klimatalk vorzubereiten, haben wir in 3 Gruppen gearbeitet“, berichtet die 14jährige Joline: Energiegewinnung, Konsum in privaten Haushalten und Mobilität. Wir haben Verbesserungsbedarfe diskutiert, dann alternative Möglichkeiten überlegt und auch mit dem Masterplan der Stadt Greifswald verglichen.“

Außerdem wurden Passanten im Hafen Greifswald-Wiek befragt. „Die meisten hatten vom Masterplan noch nichts gehört“, sagt der 13jährige Luca, „aber alle waren interessiert und haben mit uns diskutiert. Meistens ging es dabei um Mobilität.“

Joline und Luca gehören zur KlimaSail-Gruppe der Evangelischen Jugend Pommern, insgesamt 18 junge Leute in Alter von 13 bis 18 Jahren, die auf dem letzten KlimaSail2018 Törn von Rostock nach Greifswald unterwegs waren.

„Die kirchlich christliche Prägung der KlimaSail war ist uns wichtig“, sagte Lars Engelbrecht, hauptamtlicher Mitarbeiter des pommerschen Kirchenkreises. So wurden die Umwelt-Themen in den täglichen Andachten aufgegriffen und thematisiert. Und es wurde während des Törns sehr viel gesungen.

Foto: Klimateamer Konstantin mit den Ergebnisse der Arbeitsgruppe Energie und Energiegewinnung.

Ebenso wie bei den vorherigen Klimatalk-Veranstaltungen in Rostock, Kiel und Flensburg, wurde es in Greifswald sehr konkret und es wurde über Details diskutiert.

So forderten die jungen Leute von der Stadt Greifswald und ihrem Bürgermeister mehr Ladestationen für E-Bikes und E-Autos, mehr Sicherheit für die Radwege, 100% erneuerbare Energie und einen insgesamt geringeren Energieverbrauch der Stadt.

Die 15jährige Kaja kommt von Rügen und beklagt den ÖPNV. Nur alle 2 Stunden kommt ein Bus, der letzte fährt um 17 Uhr. „Wäre der Nahverkehr besser, bräuchten wir kein Auto.“

Diskutiert werden u. a. die Bedeutung der Revitalisierung der Moore, die Möglichkeiten to-go-Becher zu verbieten, Plastikflaschen und ihr Pfandsystem.

Ungeduldig zeigen sich die jungen Leute, denn die Umweltprobleme und ihre Auswirkungen auf das Klima seien deutlich, aber Lösungen langwierig und schwierig zu erreichen, wie der Oberbürgermeister und der Vertreter des Ministeriums erklären.

In einer Demokratie sind Mehrheiten nötig, betont Stefan Fassbinder, und „nicht alles was wir denken, denkt auch die Mehrheit“. Aber, so Marius Rommel, die Politik könne sich hier nicht herausreden, „was jetzt geschieht ist auch nicht mehrheitsfähig“. Es gebe auch eine „Fürsorgepflicht der Politik“.

Jeder Bürger, so auch die Jugendlichen, könnten die Politiker in ihrem Wahlkreis ansprechen, sagt Hans-Joachim Schreiber. Das Beispiel des Verbots der Plastiktüten durch das EU-Parlament zeige, dass Änderungen möglich seien.

Wie wichtig die Bildungsarbeit durch KlimaSail ist, macht beim Greifswalder Klimatalk die 15jährige Kaja deutlich: „Vieles von dem, was ich hier gelernt habe, wusste ich bisher einfach nicht, wie schlecht es um unser Klima steht, da muss man viel mehr informieren.“

 

 

Kontakt

Hannah Bahr

Bildungsreferentin

Jugendpfarramt in der Nordkirche

Koppelsberg 5,

D-24306 Plön

Mobil: 015170836068

E-mail: Hannah.Bahr@jupfa.nordkirche.de

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