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Pädagogisches Konzept

Von der Ostsee in die Welt und zurück auf's Schiff.
Das pädagogische Konzept von KlimaSail.

Das Umweltbildungsprojekt KlimaSail verbindet Themen einer nachhaltigen Entwicklung mit dem erlebnispädagogischen Lernort eines Traditionsseglers. Es orientiert sich hierbei an dem Konzept der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Die Klimadebatte verstehen wir als Spitze des Eisberges einer Nachhaltigkeits- bzw. einer Debatte zur großen Transformation, daher ist das Themenspektrum sehr breit. Inhaltliche Schwerpunkte des Projektes sind:

  • Lebensraum Ostsee
  • Ressourcenschonender, klimafreundlicher Lebensstil
  • Klimagerechtigkeit

Die Zuversicht als Welt im Kleinformat

Das Motto in diesem Jahr lautet: Von der Ostsee in die Welt und zurück aufs Schiff. Die Zuversicht stellt somit sowohl Medium einer pädagogischen Methode, als auch die leitende Metapher dar. Neben dem Spaß, den Interaktionen und den Erfahrungen, die beim Segeln an sich gemacht werden, ist ein für dieses Projekt weiterer entscheidender Aspekt das relativ abgeschlossenes System, welches die Zuversicht bietet. In diesem werden die Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt erfahrbar. Die Ressourcen (Treibstoff, Wasser, Strom, Nahrung) auf der Zuversicht sind begrenzt, verschiedenste Menschen leben und arbeiten in Gemeinschaft auf ihr – genau wie auf der Welt, nur dass die Endlichkeit der Ressourcen und die Notwendigkeit zu Kooperation und Achtsamkeit, die auf der Welt relativ abstrakt bleiben, auf dem Traditionssegler direkt erfahrbar werden.
Dieses Bild der Zuversicht als Welt im Kleinformat, sowohl in Bezug auf das Thema Ressourcenverbrauch als auch auf soziale, gerechtigkeitsrelevante Themen bezogen, ist ein Leitgedanke des Projektes KlimaSail.

Abbildung - Von der Ostsee in die Welt und zurück auf Schiff - Phase mit Leitfragen, dazu einige exemplarische Methoden, die schon bei KlimaSail durchgeführt worden.

Von der Ostsee in die Welt und zurück aufs Schiff

Wir wollen ganz nach dem Motto „von der Ostsee in die Welt und zurück auf Schiff“ unsere unmittelbare Umgebung – die Ostsee – entdecken, um dann den Blick immer mehr bis hin zu globalen Zusammenhängen zu weiten.
Was zeichnet den Lebensraum um mich herum aus? Wie hört oder fühlt er sich an? Was hat der Mensch mit diesem Lebensraum zu tun? Wo nimmt er Einfluss? Was hat der eigene Lebensstil für einen Einfluss?
Energienutzung, Ernährung, Landwirtschaft, Fischerei und nicht zuletzt Klimawandel sind Themen, die aufgegriffen werden können. Anknüpfend daran werden globale Zusammenhänge und Wechselwirkungen in den Blick genommen. In einer Rückführung zur Zuversicht werden Fragen globaler Kooperation und Ressourcennutzung anhand der Metapher des „Schiffs als Welt im Kleinformat“ und anhand der eigenen Erfahrungen thematisiert und diskutiert. Eine besondere Chance in diesem Kontext bilden die internationalen Jugendbegegnungen mit unseren Partner_innen aus Indien und Kenia.
Gemeinsam werden die eigene Rolle reflektiert und eigene Handlungsoptionen identifiziert. Die Teilnehmenden sollen motiviert werden, ihre Ideen und Visionen als Multiplikator_innen weiterzutragen. So wird, bevor alle wieder von Bord gehen, ein Aktionsplan für eine von der Gruppe selbstgestaltete Konfirmanden-Stunde o.ä. erstellt.
Darüber hinaus werden die Visionen für eine klimagerechte, nachhaltige Zukunft auf einer Leinwand festgehalten – in einem „Zeitfenster in das Jahr 2100“. Aus den Kunstwerken aller KlimaSail-Gruppen wird dann am Ende der Saison eine Wander-Ausstellung entstehen.

Bildung für Nachhaltige Entwicklung

Das pädagogische Konzept des Projektes orientiert sich an dem Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung, die als eine Form von Ermöglichungsdidaktik verstanden wird.
Das Projekt verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Ziel ist es, eine enge Verknüpfung von emotionalen, motivationalen und moralischen Aspekten mit kognitiven, handlungsbezogenen Bereichen herzustellen und so den Menschen als Ganzen anzusprechen (vgl. Gugerli-Dolden/ Frischknecht-Tobler 2011: S. 11). Emotionen, die in der klassischen Gestaltung von Lernprozessen oft sehr vernachlässigt werden, lassen intrinsische Motivation und den Erwerb von Handlungskompetenzen im Lebensalltag jedoch erst zu (vgl. ebd.: S. 14). Der Lern- und Erlebnisraum eines Traditionsseglers bietet eine besondere Chance, diese Verknüpfung herzustellen.
Das pädagogische Konzept des Projektes stützt sich insbesondere auf den BNE-Ansatz nach Künzli (2008), der die spezifischen didaktischen Prinzipien Visionsorientierung, vernetzendes Lernen und Partizipationsorientierung in den Mittelpunkt rückt (vgl. Künzli 2008).

Abbildung 1 - Handlungsleitende didaktische Prinzipien der BNE (vgl. Künzli 2008)

Partizipationsorientierung

Unsere Bildungsarbeit verstehen wir als einen gemeinsamen Such- und Lernprozess. Für die komplexen Herausforderungen unserer Zeit gibt es keine perfekten Lösungen, so gilt es, sich gemeinsam auf die Suche zu begeben. Die Teamer_innen an Bord sind somit Moderierende und Gestaltende eines Lern- und Ermöglichungsraums. Die Gruppe wird in Entscheidungen mit einbezogen, kann eigene inhaltliche Schwerpunkte setzen und ist mit für das Schiff verantwortlich.

Abbildung 2 - Alles hängt zusammen - vernetztes Lernen

Visionsorientierung

Das Projekt hat zum Ziel, bei den Teilnehmenden Begeisterung für die Herausforderung der nachhaltigen Entwicklung zu wecken. Es wird es wird statt mit erschreckenden Bildern mit positiven handlungsorientiert gearbeitet. An Bord der Zuversicht wird versucht, gemeinsam eine Vision von einem nachhaltigen Leben zu entwickeln und zu leben. Im Fokus stehen das Ausprobieren und Handeln mit Spaß und Genuss in der Gruppe.
Gemeinsam mit euch wollen wir die Ostsee entdecken und uns auf die Suche begeben nach einer klimafreundlichen, nachhaltigen und gerechten Zukunft!

Abbildung 3 - klimafreundlicher Lebensstil zu Hause/ an Bord? - Gemeinsame Diskussion und Reflektion

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