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Mein KlimaSail und die Erkenntnis

Jachara, 28.07.2020

Mein KlimaSail und die Erkenntnis: Jeder kleine Schritt zählt!

Ein Erfahrungsbericht zum KlimaSail am 28. Juli 2020, von Angelina, Geographie Studentin und Ocean Summit Praktikantin aus Kiel 

„Ahoi und Leinen los!“ heißt es an einem Julimorgen für mich und acht weitere Meeresliebhaber*innen zum KlimaSail in Kiel. Am Germaniahafen erwartet uns bereits der beeindruckende Traditionssegler „Jachara“. Nachdem es alle mit einem kleinen Sprung vom Kai auf das Schiff geschafft haben, lernen wir die Zwei-Mann-Crew und unseren KlimaTeamer Konstantin kennen. Eine kurze Sicherheitsbelehrung und eine Einweisung in das Hygienekonzept, welches es für uns an Bord zu beachten gibt (Mund-Nasen-Schutz unter Deck, Abstand, etc.), darf natürlich nicht fehlen. Eingereiht hinter den Raddampfer Freya und die MS Gaarden durchqueren wir die geöffnete Hörnbrücke und fahren begleitet von etwas Sonne hinaus in die Kieler Förde.

Reihum äußern alle Teilnehmer*innen ihre Erwartungen und Beweggründe für den heutigen KlimaSail. Unsere Gruppe ist sehr heterogen zusammengesetzt, allerdings war nur ein Mann unter den Teilnehmer*innen. Wir sind drei Studierende, ein Schüler und fünf Berufstätige aus verschiedenen Bereichen (Pädagogik, Naturschutz, Gesundheitswesen, Pflege). Ein Beweggrund der anderen ist vor allem das Segeln, da selbst einige Hobbysegler dabei sind. Dieses in Verbindung mit Themen wie Klimawandel, Meeresschutz oder Nachhaltigkeit verspricht für viele ein spannender und interessanter Ausflug zu werden, da die Kombination sehr reizvoll erscheint. Fast alle wohnen in Kiel oder der näheren Umgebung, wodurch der regionale Aspekt bei allen eine große Rolle spielt. Einige der Teilnehmer*innen setzen sich aktiv bei Greenpeace ein oder arbeiten beim NABU, das Interesse an den Themen ist jedoch bei allen gegeben.

Auch die Gewinnerinnen, die durch die gemeinsamen Ocean Summit Gewinnspiele mit den Students For Future Kiel sowie der Kieler Fotocommunity igerskiel per Glück an dem Törn teilnehmen, sind vertraut mit dem Klimaschutz und haben sich bereits in der Vergangenheit aktiv damit auseinandergesetzt. Zudem erfahre ich, dass einige bereits an Programmpunkten des Ocean Summit teilgenommen haben, wie z.B. am digitalen Wattausflug oder an den Partnertreffen. Bei mir ist es vor allem der regionale Bezug zur Ostsee, der mich in Verbindung mit der aktuellen Situation des Klimawandels und der Meere beschäftigt. Mit Hilfe eines Planspiels zum Thema Fischerei können wir anschließend in Zweier- und Dreierteams unser nachhaltiges Denken unter Beweis stellen und darüber diskutieren.

Das Schiff befindet sich nun etwas weiter draußen auf der Kieler Förde und der Wind ist stark genug, um die Segel mit vereinten Kräften aller Anwesenden zu setzen. Während einer kurzen Mittagspause haben wir die Gelegenheit, uns untereinander besser kennenzulernen, auszutauschen und den Ausblick über das Wasser zu genießen. Es folgt eine Einheit zum globalen Klimawandel, bei der wir uns in Gruppen gegenseitig Öko- und Strömungssysteme, Wetterphänomene und Eistypen vorstellen und diese anschließend im Hinblick auf die Auswirkungen des Klimawandels diskutieren. Durch verschiedene Methoden können wir unsere Haltung und Meinung zu den verschiedensten Aspekten zum Ausdruck bringen, z. B. zu anthropogenen Einflüssen, regionalen/sozialen Unterschieden oder unserem eigenen Verhalten und Lebensstil.

Da wir nun alle kräftig durchgepustet sind und es zunehmend schwerer wird, das eigene Wort zu verstehen, nehmen wir Kurs auf unseren Anleger an der Reventloubrücke. Die Segel werden wieder eingeholt und wir hören eine letzte Geschichte, die zum Nachdenken anregt: „Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral“ von Heinrich Böll. Sicher wieder an Land reflektieren wir noch einmal den vergangenen Tag, die erhaltenen Eindrücke und unsere aktuelle Gefühlslage.

Begleitet von Regen trennen sich die Wege unserer Gruppe und ich trete mit vielen Erkenntnissen, Antworten aber auch Fragen, die mich beschäftigen, meinen Heimweg an. Einmal wieder ist mir klar geworden, dass alle für sich einen Teil zum Klimaschutz beitragen können. Auch wenn es noch so kleine Aktionen sind wie Plastikvermeidung, das Auto stehen zu lassen, die Verwendung von Fairtrade-Produkten oder an Müllsammelaktionen teilzunehmen, jede Handlung hilft.

Zudem hat mir die theoretische Einheit geholfen, noch besser die Zusammenhänge zwischen Klimawandel und den globalen Strömungssystemen/Wetterphänomenen und deren Auswirkungen zu verstehen. Eine Frage, die ich mir stelle, ist: „Warum ist der Aktivismus zum Thema Klimaschutz so stark von Frauen geprägt?“ Die Zusammensetzung unserer Gruppe (ein Mann und acht Frauen) zeigt deutlich, was sich auch schon z.B. in der Fridays For Future Bewegung zeigt: viele bekannte Aktivisten sind Frauen (Greta Thunberg, Carola Rackete, Luisa Neubauer, etc.). Außerdem beschäftigt mich die Frage:“ Wie sieht unsere Welt in 50 oder 100 Jahren aus?“

Hier geht's direkt zum Programm vom Ocean Summit 2020

 

KlimaSail

Henry Brach

Referent für Umweltbildung

Jugendpfarramt in der Nordkirche

Koppelsberg 5
24306 Plön

Tel. 04522 507166

mobil 0170 5913521

E-mail: henry.brach(at)Do not spamjupfa.nordkirche.de



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Sehnsucht nach Gemeinschaft

Evangelische Zeitung, 27.07.2020

KlimaSail - Wir raffen das

Kirche und Gesellschaft, 27.10.2019

KlimaSail - Bei Wind und Wetter lernen

weltnah 01/2016, S.10-11


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