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Es war ein spannender Konferenzstart

Jugendklimakonferenz 2015

Mit 180 Teilnehmer/innen startete die Jugendklimakonferenz in der Emmy-Moll-Halle am Plöner Koppelsberg. Die Moderatoren Jesse und Jonna führten souverän durchs Programm.

Super engagiert spricht Sabine Minninger von Brot für die Welt zu den Konferenzteilnehmer/innen über ihre Erfahrungen. Sie verfolgt den Prozess des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) und setzt sich für mehr Klimagerechtigkeit in den Weltklimaverhandlungen ein.
Klare Vorstellungen hat Minninger zu den Verandlungen in Paris: Nur mit einer konsequente Dekarbonisierung und Erneuerbare Energien ist das 2-Grad-Ziel zu erreichen. Die Zusagen der Länder müssen  bindend, transparent, vergleichbar und damit überprüfbar sein. Die Finanzierung der Maßnahmen muss gesichert sein. Ärmere Lander benötigen hier Unterstützung. Der Umgang mit Klimaschäden und Verlusten muss gerecht geregelt werden.

Synodenpräses Dr. Andreas Tietze berichtet aus der Landessynode. Interessant ist seine Forderung nach einer internationalen Klima-Gerichtsbarkeit. Er findet, es muss doch auch ein Recht auf Gerechtigkeit beim Klimawandel geben.
Schwierig ist seine Rolle als Präses der Synode bei den Fragen zu den Ergebnissen beim Klimaschutzgesetz. Wurden die Interessen der kommenden Generationen wirklich ausreichend berücksichtigt? Hätte die Landeskirche nicht mehr Einfluss bei den Maßnahmen in Gemeinden und Kirchenkreisen erhalten müssen? Er räumt ein, dass einige Details hätten anders beschlossen werden können. Aber, so findet er, es gibt ein Gesetz mit klarer Zielsetzung und Verbindlichkeit. Das sei doch eine Menge. Und durch den Beteiligungprozess der Konsultation in den Kirchenkreisen sei deren Rückhalt gesichert.

Dr. Dirk Notz vom Hamburger Max-Planck-Institut macht die Tragweite des Klimawandels deutlich. Er ist überzeugt: Die weitere Entwicklung hängt direkt vom zukünftigen Ausstoß an Treibhausgasen ab. Einige Details seiner Ausführungen sind erschreckend. Das enerome Tempo beim Verschwinden des Nordmeereises ebenso, wie der Anstieg des CO2-Ausstoßes durch menschliche Aktivitäten. Dennoch verbreitet er Optimismus. Ich habe keine Lust deprimiert zu sein, sagt Notz. Die bedrohliche Entwicklung lässt sich jederzeit stoppen. Nur umkehren lässt sie sich nicht. Als Wissenschaftler will er nur sachlich informieren und keine Ratschläge geben. Dennoch wird deutlich: Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren.

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