Drucken
Empfehlen
Sitemap
Impressum
Home
Sie befinden sich hier:  Home > Jugendklimakonferenz

Das war die Jugendklimakonferenz 2015 - Bericht

Koppelsberg, 29. Okt. 2015

Vom 2.-4. Oktober 2015 hat die zweite Jugendklimakonferenz der evangelisch-lutherischen Nordkirche auf dem Koppelsberg bei Plön mit insgesamt 180 Teilnehmenden stattgefunden.

161 Konferenzteilnehmende hatten auf dem Koppelsberg übernachtet und zusätzlich nahmen etwa jeweils 10 Tagesbesucher teil. Der Bekanntheitsgrad der Konferenz und das Wissen um die gute inhaltliche Arbeit konnten auf der Grundlage der Konferenz aus dem Jahr 2014 ausgebaut und gesteigert werden. Die Jugendlichen reisten aus dem gesamten Gebiet der Nordkirche und darüber hinaus (Ev. Jugend Vogelsberg, Hessen und ev. Landjugend Bayern) an und nahmen wichtige Impulse und Informationen zum Klimaschutz mit in ihre Kreise.

Seit Anfang des Jahres wurde die Konferenz in verschiedenen Arbeitskreisen mit Jugendlichen und Hauptamtlichen vorbereitet. Engagierte Jugendliche ergriffen die Möglichkeit, ihre Vorstellungen einer Jugendklimakonferenz zu realisieren und inhaltliche Schwerpunkte zu wählen. Im Vorwege zur Konferenz fanden auf Seiten der Jugendlichen Vorbereitungstreffen in Mözen (13.-15.03.2015), in Kiel (12.07.2015), an Bord der Zuversicht (09.-15.08.2015) und am Koppelsberg (19.-20.09.2015) statt, an denen jeweils bis zu 30 Jugendliche teilnahmen. Über das Jugendklimanetzwerk, die eigens gegründete Kommunikationsplattform (www.klar-zur-wende.net) wurden die während der Treffen gebildeten Ideen in Arbeitsgruppen weiterentwickelt und ausgearbeitet. Auf Seiten der Hauptamtlichen fanden vier Treffen des Vorbereitungskreises (09.01., 22.04., 27.05., 16.09.2015) mit Vertreterinnen und Vertretern aus 15 verschiedenen Organisationen und zahlreiche Treffen des sog. Kernteams statt.

An der Ausgestaltung der Konferenz beteiligten sich Vertreter aus Kirche (Bischöfin Kerstin Fehrs, Bischoff Magaard, Dr. Andreas Tietze, Pastoren Michael Stahl, Manfred Grosser und Wilko Teifke) und Wissenschaft (Sabine Minninger, Dr. Dirk Notz und Prof. Dr. Schulz) und trugen zum Gelingen des spirituellen und wissenschaftlichen Inputs bei.

Bischöfin Kirsten Fehrs setzte in ihrem Gottesdienst Impulse zum Umdenken ohne Zwang, griff das Thema „Fleischkonsum“ auf und machte Mut zur Wende. Bischoff Magaard stand in der Prodiumsdiskussion Rede und Antwort zum beschlossenen Klimaschutzgesetz der Nordkriche und Dr. Andreas Tietze berichtet aus der Landessynode und fordert eine internationale Klima-Gerichtsbarkeit. Sabine Minninger von Brot für die Welt sprach über die Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen und ihren Einsatz für mehr Klimagerechtigkeit in den Weltklimaverhandlungen. Dr. Dirk Notz vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meterorologie machte in seinem Vortrag die Tragweite des Klimawandels deutlich und Prof. Dr. Schulz von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel arbeitete mit Jugendlichen zum Thema „Energiewende und alternative Energiequellen“.

Neben dem Angebot an Gottesdiensten, Andachten und Inputvortägen informierten sich die Konferenzteilnehmenden zu Themen des Klimawandels auf der Klimameile, in Foren und Workshops. Entlang der Klimameile waren 16 verschiedene Ausstellungen, Informationsstände, Präsentationen und Mitmachangeboten zu sehen und sorgten für lebendige Diskussionen und Gedankenanstöße (vgl. Anhang „Klimameile“). Ein inhaltlich breit angelegtes Spektrum an Broschüren und Büchern bot Gelegenheit, sich vertiefende und weiterführende Informationen zu beschaffen. Der Film „Thuletuvalu“ und die Ausstellung „Land unter im Pazifik“ führten die Auswirkungen des Klimawandels vor Augen. An den vier inhaltlichen Schwerpunkten der Konferenz „Abenteuer Klimaschutz“, „A journey around the world“, „Klimaschutz – was kann ich selber tun?“ und „Energiewende“  wurde in Foren unter fachlicher Anleitung mit 30-40 Teilnehmenden gearbeitet. Ein Angebot an insgesamt 18 verschiedenen Workshops bot zu drei Workshop-Phasen Gelegenheit zur intensiven inhaltlichen Arbeit.

Ein weiterer Höhepunkt der Jugendklimakonferenz waren die Projekte von Klimaschutz Aktiv. Dabei hatten die Jugendlichen die Möglichkeit sowohl ihre bestehenden Projekte zu den Themen „Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung“ dem Publikum vorzustellen als auch während des Wochenendes neue Ideen zu entwickeln und auszuarbeiten. Insgesamt haben sieben Projekte bei Klimaschutz Aktiv teilgenommen und wurden nach dem Crowdfunding-Prinzip von dem Publikum belohnt. Hierfür standen 2000 Euro zur Verfügung, die in Form von fünf Klebepunkten im Wert von jeweils zwei Euro von den Konferenzteilnehmenden verteilt werden durften. Damit wurde jedes Projekt geschätzt und hat eine Unterstützung von mindestens 150 Euro zur Verfügung gestellt bekommen, um sich nordkirchenweit für den Klimaschutz einzusetzen.

Auf der Abschluss-Gala wurde eine Delegation der Jugend der Nordkirche feierlich zur 21. UN Klimakonferenz nach Paris entsendet. Die 20 Jugendlichen sind zwischen 16 und 25 Jahren und werden vom 5.-12.12.2015 in Paris das Geschehen vor Ort miterleben, mit Vertreterinnen und Vertretern von Brot für die Welt, Germanwatch sowie anderen sprechen und werden sich von den Neuigkeiten der Konferenz berichten lassen sowie an öffentlichen Veranstaltungen und Programm der NGO`s teilnehmen. Dabei übernehmen sie die Funktion die Jugend der Nordkirche zu vertreten als auch im Jugendklimanetzwerk zu berichten.

Die Jugendklimakonferenz nahm Stellung zum Klimaschutzgesetz der Nordkirche, sprach für die Jugendarbeit eine Selbstverpflichtung aus und schloss mit einem Votum die Jugendklimakonferenz der Nordkirche 2015 ab.

Initiates file downloadProgramm

Initiates file downloadKlimameile

Initiates file downloadForen

Initiates file downloadWorkshops

Initiates file downloadVotum

© 2018 Jugendpfarramt in der Nordkirche | Impressum | Datenschutz | Kontakt
Zum Seitenanfang
▼  Schnellleiste